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Synopsis

DAS KINO SIND WIR erzählt am Beispiel des Filmladen Kassel die Geschichte vom Kino als soziale Plastik. Mit dem Aufstieg des politischen Films eröffnen bis in die 1980er Jahre überall in der BRD alternative Abspielstätten gegen den Widerstand mächtiger Kinoketten. In der documenta-Stadt Kassel starten zehn junge Filmfreaks als Kollektiv.

 

Mit Filmkunst, zunehmend auch von Frauen, die Welt verändern, in die gesellschaftliche Diskussion eingreifen, sie offener, gleichberechtigter, grüner machen. Vier Jahrzehnte später haben Kommerzialisierung, digitale Revolution und Pandemie das Kino verändert. In einer Collage aus Interviews, Archivmaterial und Filmausschnitten, die Zeitgeschichte spiegelt, umkreisen das Kinoteam sowie prägende Filmschaffende wie Ulrike Ottinger, Gertrud Pinkus, Monika Treut, Thomas Frickel, Andres Veiel u.a. Fragen nach Bedeutung und Zukunft engagierter Kinokultur.

Pressestimmen

"Der „Filmladen Kassel“ ist eine der Legenden der deutschen Programmkinolandschaft. Hervorgegangen aus einer studentischen Filminitiative, nahm das Kino 1981 seinen zunächst provisorischen Spielbetrieb in einer umgebauten Lagerhalle auf. Aber es sind nicht die Details dieser für die Alternativkultur der 80er Jahre nicht untypischen Gründung, die Theuers Film so interessant machen, sondern der geradezu chorische Eindruck, den die Berichte der verschiedenen Gründungsmitglieder vor der Kamera hinterlassen. Sie geben auf bedrückend vielstimmige Weise eine Antwort darauf, was das Besondere dieses Filmladens war und immer noch ist – und damit eben auch auf die Frage nach der möglichen Bedeutung von Kino ganz allgemein. [...]

Mit längeren Ausschnitten aus den Filmen Treuts, Ottingers und Veiels kommt Theuer nur scheinbar ab vom Weg ihrer „Filmladen“-Dokumentation. Nicht nur, dass die Filme Lust auf Wiederentdeckung machen, sie bezeugen auf ihre Weise das andere Filmverständnis ihrer Zeit: Umgeben vom Luxus einer Ära noch ohne Internet und ohne permanente Konkurrenz um Aufmerksamkeit, forderten sie von ihrem Publikum vor allem viel Geduld. Die billigsten Filme von heute mögen „besser“ aussehen, aber trauen sie sich noch so viel?"

Barbara Schweizerhof, taz

24. November 2023

Filmstills

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